(M)eine Traummähne in wenigen Stunden!

Welche Frau träumt nicht von einer wallenden, wunderschönen Haarpracht? Leider sind aber nicht alle Frauen von Natur aus mit einer solchen Mähne gesegnet. Die Ursachen dafür sind vielfältig – es beginnt oft schon einfach bei der Ungeduld. Weil gerade die Übergangszeit zwischen kurz und lang unschön aussieht, entschließt man sich dann doch wieder zum Haareschneiden – und bereut es natürlich gleich wieder, ist doch die Traummähne erneut in die Ferne gerückt. Oder aber, die Haare werden einfach nicht länger als schulterlang, denn dann brechen sie regelmäßig ab. Eventuell neigt man auch einfach zu dünnem Haar und wäre mit einer Haarverdichtung gut beraten. Aber es gibt natürlich auch verschiedene Krankheiten, die Haarausfall verursachen. Beispielsweise die Trichotillomanie, von der häufig junge Mädchen betroffen sind. Aber dazu möchte ich in einigen Tagen im zweiten Teil zum Thema „Zweithaarsysteme“ genauer eingehen!

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Rapunzel lass dein Haar herab!

Irgendwie habe ich mich schon immer für Haarverlängerungen interessiert, schon als Kind war ich von Rapunzel begeistert. Allerdings habe ich ein Problem: meine Haare wachsen einfach nicht über Schulterlänge hinaus. Nachdem sich in den letzten Wochen Anfragen von Leserinnen mit ähnlichen Problemen in meinem Mail-Account gehäuft haben, musste ich nun einfach tiefer in die Thematik eintauchen und habe fleissig recherchiert. Letztlich habe ich beschlossen, so eine Haarverlängerung selbst zu testen. Ich habe mit einigen Anbietern und Stylisten gesprochen und mich im Salon Donna Bellissima im 19. Bezirk in Wien am besten beraten gefühlt.

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Aber nun ganz von vorne – die erste Frage, die man sich stellen sollte ist, wie dauerhaft die Verlängerung sein soll. Manchmal sind sogenannte Clip in Extensions genau die richtige Wahl. Je nach Lust und Laune lassen sich die Haarteile einfach mit Clips in die Haare stecken, optisch sind sie von dauerhaften Extensions nur geringfügig unterscheiden. Jedoch kann man die Haare aufgrund der Clips nur wenige Stunden tragen.

Die verschiedenen Varianten

Möchte man eine Variante, die länger hält, gibt es auch hier verschiedene Methoden, von denen ich Euch die häufigsten vorstellen möchte. Dazu haben wir auch die Inhaberin von Donna Bellissma befragt:

 

 

 

Wärmemethode: Extensions die mittels Bondings am Eigenhaar fixiert werden

Dabei werden zumeist künstliche Keratin-Verbindungen gewählt, die mit dem natürlichen, haareigenen Keratin nahezu identisch sind. Mittels einer Hitzezange werden die einzelnen Haarsträhnen dann am Haaransatz an die eigenen Haare „angeschweißt“, das Bondingplättchen verschmilzt und verbindet so die einzelnen Haarsträhnen.

Diese Methode hat sicher den Vorteil, dass man die einzelnen Haarsträhnen je nach Bedarf am Kopf verteilen kann. Allerdings kann es sein, dass man die Bondings im Liegen spürt und spätestens nach 6 Monaten, wenn die Bondings ausgewachsen (und damit auch sichtbar werden) sind, muss man die Haare komplett erneuern. Vermutlich ist das eine der kostspieligsten Varianten. Manche Frauen klagen auch darüber, dass ihre eigenen Haare mit dieser Methode beschädigt wurden. Weiterer Nachteil: der Gesamteindruck kann aufgrund der Methode sehr strähnig wirken.

Kalte Klebetechnik:

Die Haare mittels Klebestreifen im Eigenhaar anzubringen, ist auch eine beliebte Variante. Dabei wird mit einer sogenannten Sandwichmethode gearbeitet. Die Eigenhaare werden mittels Klebestreifen zwischen zwei Extension Strähnen eingeklebt. Im Gegensatz zu den Bondings hat man hier den Vorteil, dass man die Verbindungen nicht spürt. Nach etwa 3 Monaten sind die Klebestellen allerdings soweit herausgewachsen, dass man sie wieder hochsetzen lassen muss. Die Haare selbst kann man aber natürlich wieder verwenden. Nachteil: Bei sämtlichen Klebetechniken darf man nur mit ölfreien Pflegemitteln arbeiten, was besonders bei Zweithaarsystemen schade ist, da die Haare dann schneller trocken, spröde und brüchig werden können. Somit muss man die Haare wohl schon früher wieder erneuern, als bei meiner bevorzugten Variante.

Tressen mit Microrings:

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Gespannt warte ich auf meine neue Traummähne!

Das ist die Methode, für die ich mich entschieden habe, da sie sehr viele Vorteile bringt, wie ich von Frau Ingrid Wagner-Prosenik, Inhaberin von Donna Bellissima, erfahren habe. Bei den Tressen werden die Zweithaare auf ein ca. 1,20 m langes Bändchen aufgenäht.

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Meine Haartresse von „She by Socap“

So eine Tresse wiegt im Durchschnitt 100 Gramm bei einer Länge von ca. 55 cm. Zu Beginn stand die Auswahl der für mich am besten passenden Tresse. Sowohl Haarfarbe, wie auch Haarstruktur wurden annähernd passend zu meiner Eigenhaarbeschaffenheit ausgewählt. Meine eigenen Haare wurden danach im exakt gleichen Haarton mit Olaplex gefärbt und anschließend getrocknet. Dann ging es los! Entsprechend meines Kopfumfanges wurde die Tresse in passende Teile geschnitten und von Alina Lage für Lage mit Microrings am Eigenhaar angebracht.

 

 

 

Nach ungefähr einer Stunde waren die Haare komplett am Kopf verarbeitet, dann folgte der Anpassungsschnitt. Dabei achtete Stylist Friedrich penibel darauf, dass der Schnitt meinen eigenen Haaren so angepasst wird, dass sie sich in die Verlängerung unsichtbar einfügen.

_MG_7379Dabei gilt: je länger das Eigenhaar, umso länger dürfen auch die Extensions ausfallen bzw. umgekehrt.

Pflege hat oberste Priorität bei Haarverlängerungen. Die Haare sollten, wenn möglich, nicht öfter als zweimal wöchentlich gewaschen werden. Haarkuren sind Pflicht! Beim Styling mit Föhn, Glätteisen oder Lockenstab darf niemals auf Hitzeschutz verzichtet werden. Schlafen sollte man immer und ausschließlich mit Zopf! So oft wie möglich sollte man die Haare mit einer speziellen Bürste gebürstet werden – mindestens zweimal täglich! Pflegetipp: Inforcer by Serie Expert von Lóreal

Die Vorteile dieser Haarverlängerungs-Methode:

Die Tressen fallen absolut natürlich und nicht gesträhnt, wie es oft bei Bondings oder anderen Strähnchenvarianten der Fall ist.

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Fertig! Ich bin begeistert von dem natürlichen Ergebnis!

Die Haare passen sich weich und leicht an das Eigenhaar an und sind auch nachts nicht zu spüren (außer in den ersten Nächten, als sie noch ganz straff an der Kopfhaut anlagen, aber das war durchaus auszuhalten!). Je nachdem, wie schnell das Eigenhaar wächst, können die Tressen alle 4 bis 12 Wochen wieder kostengünstig hochgesetzt werden und halten insgesamt bei guter Pflege ungefähr ein Jahr.

Gute Pflege ist unerlässlich!

Man kann es nicht oft genug erwähnen – die Pflege der Haarverlängerung ist der Schlüssel zur langanhaltenden Freude mit der Traummähne! Dazu empfiehlt das Team von Donna Bellissima, besonders von Lóreal die SerieExpert B6 + Biotin.

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Das ist eine Antibreaking Linie, die für Zweithaarsysteme extrem gut geeignet ist, da sie den Haaren die wichtige Inhaltsstoffe zukommen lässt. Ich persönlich finde aber auch die Serie Nashi Argan für meine neuen Haare toll – exklusiv erhältlich bei Donna Bellissima! Eine spezielle Extensionsbürste sollte man natürlich auch verwenden, besonders genial ist die Extensionbürste Hercules von Sägemann, damit kann man die Haare vom Grund weg frisieren und vermeidet so Verfilzungen.  Es ist wichtig, die Haare so oft wie möglich zu bürsten und sie so wenig wie möglich zu waschen (ein- bis zweimal wöchentlich reicht vollkommen aus und die Haare werden es danken!). Natürlich kann man die Haare beliebig stylen – Lockenstab, Föhn oder Glätteisen sind seit neuestem meine besten Freunde. Allerdings darf man besonders bei Zweithaaren den Hitzeschutz niemals vergessen!

Die wichtigsten Tipps zum Thema „Pflege der Haarverlängerung“ von Ingrid Wagner-Prosenik:

 

 

Zur Haarqualität:

Haarqualitäten gibt es viele. Bei einer dauerhaften Haarverlängerung sollte man sich ausschließlich für Remy Echthaar entscheiden. Es gibt russisches, europäisches, chinesisches, indisches oder afrikanisches Echthaar. Dabei ist europäisches Echthaar aber eher selten zu bekommen und daher auch übermäßig teuer. Dem europäischen Echthaar am ähnlichsten ist das indische Haar. Chinesisches Haar wäre für unsere Köpfe beispielsweise viel zu glatt und könnte sich somit nicht unsichtbar in unser Eigenhaar einfügen. Donna Bellissima verwendet ausschließlich indisches Echthaar höchster Qualität von She by Socap. Mit intakter Schuppenschicht zählen diese Remy Haare zu den qualitativ hochwertigsten auf dem Weltmarkt.

Täglich opfern zehntausende indische Mädchen und Frauen ihre Haare im Tempel. Von dort treten sie dann ihre Reise über Italien nach Europa an. Sie werden sortiert, frisiert, in einem sanften Osmosebad über viele Tage hinweg gebleicht und dann in unterschiedlichsten Nuancen eingefärbt, eventuell dauergewellt und mit den jeweiligen Verbindungsstellen versehen.

Mein persönliches Fazit:

Ich trage meine Haare nun seit zwei Wochen und möchte sie nicht mehr missen. Mittlerweile sind sie „meine“ Haare und aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ich vermutlich nie mehr ohne Extensions sein möchte. Selbst wenn mein Eigenhaar selbst eine entsprechende Länge erreicht hat – allein das Volumen der Haarpracht ist ein Traum! Und ich liebe es, wie pflegeleicht meine Haare nun sind. Während ich meinen kurzen Bob fast täglich waschen und stylen musste, sieht das bei meinem neuen Look ganz anders aus. Einmal wöchentlich waschen und mit Lockenstab stylen genügt vollkommen, das Styling hält ewig und die Haare sehen täglich top aus!

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Einen großen Dank möchte ich dem tollen Team des Schönheitssalons Donna Bellissima aussprechen! Alina und Friedrich, die beiden Stylisten haben es echt drauf und leben ihren Beruf mit Talent und Herz. Ebenso die sympathische Chefin Ingrid Wagner-Prosenik – sie führt ihren Schönheitssalon Donna Bellissima mit Stil, Charme und fachlicher Kompetenz. Übrigens: Im zweiten Teil zum Thema „Zweithaarsysteme“ fungiert Stylist Friedrich als Testimonial für ein cooles Herrenstyling! Ihr dürft schon mal gespannt sein!

 

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